Digitale Praxissoftware erleichtert Dokumentation, Abrechnung und Terminplanung – und wird durch neue Pflichten rund um die Telematikinfrastruktur für alle Heilberufe noch wichtiger. Wir schauen uns Software für Therapeuten 2026 genauer an.

Eine zeitgemäße Lösung lohnt sich für Psychotherapeut:innen und Heilmittelerbringer gleichermaßen.

Wer jetzt die passende Lösung wählt, spart Zeit und erfüllt gesetzliche Vorgaben zuverlässig.

Software für Therapeuten 2026 mit System und Ziel

Software für Therapeuten 2026 verbindet Dokumentation, Abrechnung und Datenschutz in einem System – unabhängig davon, ob die Praxis psychotherapeutisch, physiotherapeutisch oder logopädisch arbeitet.

Für Psychotherapeut:innen mit Kassensitz ist der Anschluss an die Telematikinfrastruktur längst Pflicht, doch andere Berufsgruppen können sich nicht zurücklehnen.

Auch Heilmittelerbringer wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie müssen sich künftig anschließen, wenn auch mit längerer Übergangsfrist.

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Software für Therapeuten in Kürze

  • Die TI-Pflicht gilt für Praxen mit Kassensitz, unabhängig vom Heilberuf.
  • Seit Oktober 2025 sind Praxen verpflichtet, die elektronische Patientenakte zu befüllen, sofern Patient:innen nicht widersprochen haben.
  • Heilmittelerbringer wie Physiotherapie und Logopädie schließen sich ab Oktober 2027 verpflichtend an.
  • Ab 2026 setzt sich die ECC-Verschlüsselung als neuer Sicherheitsstandard durch.
  • Cloudbasierte Praxissoftware gewinnt branchenübergreifend an Bedeutung.
  • Ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Softwareanbieter ist für alle Heilberufe gesetzlich vorgeschrieben.

Um diese Punkte richtig einzuordnen, lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre.

Software für Therapeuten 2026 im Wandel

Seit 2018 gilt für Psychotherapeut:innen die Pflicht, ihre Praxis an die Telematikinfrastruktur anzuschließen.

Heilmittelerbringer wie Physiotherapie und Logopädie folgen ab Oktober 2027. Praxen mit 10–12 Psychotherapeut:innen erhalten seit Januar 2026 eine monatliche TI-Pauschale von 390,80 Euro.

Heilmittelerbringer wie Physiotherapie oder Ernährungsberatung erhalten dagegen eine Erstattung von 221,74–229,73 Euro, je nach Anzahl der Heilberufsausweise.

Ältere RSA-Zertifikate verlieren Gültigkeit

Zusätzlich verlieren ältere RSA-Zertifikate von Heilberufsausweis und Praxisausweis zum 30. Juni 2026 ihre Gültigkeit.

Das betrifft alle Heilberufe gleichermaßen, unabhängig von der Fachrichtung. Diese Rahmenbedingungen wirken sich direkt auf die Auswahl der passenden Verwaltungs- und Pflege-Software aus.

Passende Praxissoftware für Heilberufe auswählen

Wie die Auswahl der passenden Praxissoftware gelingt, erklären wir in den nächsten Abschnitten Schritt für Schritt.

Telematikinfrastruktur und Pflichtanwendungen

Eine zeitgemäße Praxissoftware unterstützt KIM, ePA und das elektronische Rezept in der jeweils aktuellen Version.

Das gilt unabhängig davon, ob sie in einer psychotherapeutischen oder physiotherapeutischen Praxis läuft. Andernfalls drohen bei der Abrechnung Kürzungen der TI-Pauschale.

Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Nach der DSGVO ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem PVS-Anbieter für alle Heilberufe Pflicht. Er regelt, wie Patient:innendaten verarbeitet und technisch geschützt werden.

Software für Therapeuten 2026 im Vergleich

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Heilberuf, auch wenn sich viele Funktionen überschneiden. Ein Blick auf zentrale Bereiche hilft bei der Einordnung.

Funktionsbereich Worauf es ankommt Relevant für
Dokumentation Strukturierte Vorlagen, revisionssichere Speicherung Alle Heilberufe
Abrechnung GOP-fähig (Privatabrechnung), KV-Schnittstelle Psychotherapeut:innen
Telematikinfrastruktur KIM, ePA und eAU unterstützt Alle Heilberufe
Heilmittelverordnung Elektronische Verordnung (eVO) vorbereitet Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie

Cloud oder lokale Lösung

Bei der Wahl, z.B. der Ergotherapie-Software 2026, spielt der Bereitstellungsort eine wichtige Rolle – gerade für kleinere Praxen in Heilmittelberufen.

Cloudlösungen entlasten bei Wartung und Backups, erfordern aber eine stabile Internetverbindung. Wie sich diese Auswahl im Alltag konkret umsetzen lässt, zeigen einige praktische Hinweise.

Software für Therapeuten 2026 – Preise und Anbieter

Speziell für Heilmittelerbringer wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie haben sich Anbieter wie DMRZ, thevea und Theorg etabliert. Alle drei verbinden Praxisverwaltung mit Abrechnungsservice und TI-Anbindung.

Die Kosten variieren stark: Einsteigerlösungen liegen häufig bei 20–80 Euro monatlich pro Therapeut:in, größere Team-Pakete bei 100–460 Euro. Premium-Cloud-Systeme können auch deutlich darüber liegen.

Ein direkter Vergleich lohnt sich trotzdem immer, da sich Tarife und Funktionsumfang häufig ändern.

Tipps für die Software-Umstellung im Alltag

Bevor du dich festlegst, lohnt sich eine Testphase mit echten Praxisdaten – das gilt für Psychotherapie ebenso wie für Physiotherapie oder Ergotherapie.

So zeigen sich Schwächen frühzeitig, bevor die Software fest im Betrieb verankert ist.

  • Prüfen, ob KIM und ePA bereits unterstützt werden.
  • Nach einem DSGVO-konformen Auftragsverarbeitungsvertrag fragen.
  • Kosten für Lizenz, Support und Updates vergleichen.
  • Bei Heilmittelerbringung auf Kompatibilität mit der künftigen eVO achten.

Mit der passenden Software für Therapeuten 2026 sparst du im Praxisalltag wertvolle Zeit für die eigentliche Behandlung.

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Software für Therapeuten 2026: Fazit

Software für Therapeuten 2026 lohnt sich für alle Heilberufe, wenn TI-Anbindung, Datenschutz und Bedienkomfort zusammenpassen.

Wer diese Punkte prüft, trifft eine Entscheidung, die auch über 2026 hinaus trägt. Und vermeidet unnötigen Stress durch zusätzliche oder wiederholte Umstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Telematikinfrastruktur für alle Therapierichtungen Pflicht?
Nein, noch nicht vollständig. Für Psychotherapeut:innen mit Kassensitz gilt die Anschlusspflicht bereits seit Jahren, während sie für Heilmittelerbringer wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie zunächst offiziell auf Oktober 2027 verschoben wurde.

Muss meine Praxissoftware ein bestimmtes Zertifikat haben?
Ja, mittelfristig schon, und zwar für alle Heilberufe gleichermaßen. Ab dem 30. Juni 2026 verlieren ältere RSA-Zertifikate ihre Gültigkeit, sodass nur noch ECC-fähige Komponenten funktionieren. Anbieter informieren ihre Kund:innen in der Regel rechtzeitig über notwendige Updates.

Wie lange müssen Patient:innenakten aufbewahrt werden?
Mindestens 10 Jahre nach Abschluss der Behandlung, bei Minderjährigen oft deutlich länger – diese Frist gilt branchenübergreifend für nahezu alle Heilberufe. Wenn dir der Wechsel schwerfällt, hilft ein Blick auf die Exportfunktionen des aktuellen Systems.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Kauf- oder Rechtsberatung dar. Trotz sorgfältiger Recherche erfolgen alle Angaben ohne Gewähr.

Artikelbild: Privatarchiv (KI-bearbeitet)